Wie entsteht eine Blutzelle?
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Im Nabelschnurblut gibt es viele verschiedene Zellen, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Die Blutzellen unter ihnen entstehen aus einer einzigen Vorläuferzelle – der „pluripotenten hämatopoetischen Stammzelle“. „Pluripotenz“ steht dabei für ein enormes Entwicklungspotenzial, „hämatopoetisch“ ist der medizinische Fachausdruck für blutbildend. Stammzellen sind prinzipiell undifferenziert, das heißt, sie haben keine bestimmte Aufgabe. Die Forschung kann jedoch mit Sicherheit sagen, dass sich Stammzellen differenzieren. Wann und warum das geschieht, sind brandaktuelle wissenschaftliche Themen. Daher kann die Abbildung nur als hypothetisches Schema angesehen werden. Fest steht, dass sich die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut mit jeder Teilung verändern: Es werden Gene an- und ausgeschaltet und es entstehen unterschiedliche Blutzellen – auch jene des Immunsystems. Nach dem Status „Blut-Stammzelle“ unterteilen sich die Zellen in zwei Gruppen: lymphoide (= lymphozytenähnlich) und myeloide (= das Knochenmark betreffend) Vorläuferzellen. Die Entwicklung findet bei beiden im Knochenmark statt. Die lymphoiden Zellen reifen zusätzlich in den lymphatischen Organen, wie Thymus, Milz und Mandeln. Sie sind fester Bestandteil im Kampf gegen fremde Stoffe im Körper, beispielsweise Viren oder Bakterien. Die endgültig differenzierten Zellen, die im Nabelschnurblut neben den Stammzellen zu finden sind, können in zwei Gruppen eingeteilt werden: Rote und weiße Blutzellen. Im Folgenden sind die Funktionen aufgeführt:
Rote Blutzellen: Erythrozyten transportieren Sauerstoff in das Gewebe und Kohlendioxid in die Lungen
Weiße Blutzellen. Natürliche Killer-Zellen, Monocyten, Granulocyten und Lymphozyten bilden das Immunsystem:
Natürliche-Killer Zellen (NK-Zellen) zerstören Krebs- und virusinfizierte-Zellen
Monocyten entwickeln sich zu „Fresszellen“ und verdauen beschädigte oder alte Zellen
Granulocyten sind eine Gruppe von spezialisierten Zellen mit definierten Aufgaben zur Fremdkörperabwehr
Lymphozyten:
T-Lymphozyten stellen die spezifische zelluläre Abwehr dar
B-Lymphozyten bilden Antikörper
Quelle: „Molekularbiologie der Zelle“, 4.Auflage, Alberts et al., WILEY-VCH Verlag, 2004, Weinheim

