Therapie bei Blutbildungsstörungen
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Das Forschungsteam um Mary J. Laughlin von der Case Western Reserve Universität in Cleveland (USA), wies 2001 die positive Wirkung von Nabelschnurblut, das nicht von den Patienten selbst stammte, auf Blutbildungsstörungen (fehlerhafte oder ausbleibende Produktion von Blutzellen) nach. Die Ergebnisse wurden im „The New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Vorhergehende Studien zeigten bereits, dass allogenes Nabelschnurblut zur Regeneration des blutbildenden Sytems (Hematopoesis) bei Kindern eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse der Forschungsgruppe um Mary J. Laughlin bestätigen, dass ähnliche Ergebnisse auch bei Erwachsenen zu erwarten sind. Eine Gruppe von 68 Patienten mit lebensbedrohlichen Blutbildungsstörungen wurde im Rahmen der Studie mit allogenem Nabelschnurblut behandelt. Die Charakteristika von Spender und Empfänger wichen dabei in mindestens zwei HLA-Merkmalen voneinander ab. Bei 55 Patienten konnte einen Monat nach der Behandlung eine vollständige Regeneration des blutbildenden Systems festgestellt werden. Die rasche Genesung wurde von den Forschern mit der großen Anzahl von Stammzellen im Nabelschnurblut begründet. Transplantat-Wirt-Reaktionen. die bei allogenen Stammzellentransplantationen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind, traten dabei nur bei einem Fünftel der Patienten auf. Insgesamt 18 der mit Nabelschnurblut behandelten Personen waren drei Jahre nach der Transplantation gänzlich beschwerdefrei. Fazit der Studie: Allogenes Nabelschnurblut kann nicht nur das blutbildende System bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen regenerieren. Die Transplantat-Wirt-Reaktion nach der Therapie kann dabei – aufgrund ihrer geringen Signifikanz – statistisch vernachlässigt werden.
