Phase IV: Einlagerung

Aus Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Nach Beendigung der Präparation im Reinraum, nehmen die Mitarbeiter das Nabelschnurblut wiederum durch eine Materialschleuse im Kryoraum, also dem Raum, in dem die Stammzellpräparate tiefgefroren werden, entgegen. In speziellen Einfriergeräten, so genannten Freezern, wird das Nabelschnurblut zunächst computergesteuert über 70 Minuten auf -145 Grad Celsius heruntergekühlt. Dieser Prozess sorgt dafür, dass die Zellen möglichst schonend konserviert werden, um im Anwendungsfall die bestmögliche Qualität zu gewährleisten. So können sich die Stammzellen an die extremen Temperaturbedingungen gewöhnen können. Zudem muss das Gefriermittel die Stammzellen langsam umschließen, um diese vor der extremen Kälte zu schützen.


Wenn diese Temperatur erreicht worden ist, werden die Präparate aus dem Freezer genommen und in die Kryo- oder Stickstofftanks eingelagert. Dies stellt zugleich den letzten Schritt innerhalb des Labors dar. Diese Gefrierbehälter funktionieren gewissermaßen wie große Thermogefäße. Am Boden der Tanks befindet sich ein Reservoir an flüssigem Stickstoff. Die Temperatur beträgt in diesem Teil der Kryotanks -196 Grad Celsius. Das Nabelschnurblut selbst wird oberhalb dieses Bereiches in der gasförmigen Stickstoffzone bei einer konstanten Temperatur von unter -180 Grad Celsius gelagert. Hier wird das Nabelschnurblut bis zu seiner potenziellen Anwendung an einer exakt definierten Position deponiert.


Um das jeweilige Nabelschnurblut im Bedarfsfall schnell und problemlos auffinden zu können, ist die Position des jeweiligen Stammzellenpräparates eindeutig festgelegt. Im Verlauf der Einlagerung wird die exakte Lagerstätte sowohl im Computer als auch handschriftlich dokumentiert.


Nabelschnurblut-Cryoraum

Weitere Phasen der Nabelschnurblutentnahme:

Nabelschnurblut: Die Prälaborale Phase

Nabelschnurblut-Annahme: Phase I

Nabelschnurblut-Vorbereitung: Phase II

Nabelschnurblut-Aufbereitung: Phase III

Persönliche Werkzeuge