Nabelschnurblut – neue Anwendungsmöglichkeiten?

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Eine mögliche Anwendung der Stammzellen aus Nabelschnurblut könnte in der Herstellung „körpereigener“ Organe liegen – im Fachjargon Tissue Engineering genannt. Dabei werden Stammzellen aus Knochenmark, Nabelschnurblut oder anderen Quellen genutzt, um Gewebe und Organe herzustellen, die gut vom Körper toleriert werden. In Spanien wurde erstmals eine auf diese Weise hergestellte Luftröhre transplantiert. Die Bronchien einer Patientin waren durch eine Tuberkulose-Infektion stark geschädigt. Da noch kein ganzes Organ hergestellt werden kann, wurde ein Spenderorgan von allen Zellen befreit, bis nur noch ein Gerüst übrig blieb. Auf dieses Stützskelett wurden Stammzellen aus dem Knochenmark der Patientin aufgebracht. Die Stammzellen bildeten Knorpelgewebe und damit eine funktionstüchtige Luftröhre. Durch das körpereigene Material gab es keinerlei Komplikationen nach der Transplantation, so dass die junge Mutter das Krankenhaus schon nach zehn Tagen verlassen konnte. In diesem Fall wurden Stammzellen aus Knochenmark genutzt, die denen aus Nabelschnurblut nahezu identisch sind. Nabelschnurblutstammzellen haben jedoch den Vorteil, dass sie sehr jung und damit entwicklungsfähiger sind.

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