Nabelschnurblut-Aufbereitung: Phase III
Aus Wiki
In dieser Phase findet die eigentliche Aufbereitung des Nabelschnurblutes statt. Diese folgt strengen Vorschriften hinsichtlich der äußeren Bedingungen im Reinraum. Zunächst müssen die Labormitarbeiter dafür Sorge tragen, dass die Kleidung völlig steril ist, bevor sie den Reinraum betreten. Hierfür ist neben sterilen Handschuhen, Mundschutz und speziellen Schuhen auch der so genannte Reinraumanzug notwendig, welcher in besonderem Maße den hygienischen Vorschriften dieser Laborphase entspricht.
Im Reinraum selbst herrschen äußerst saubere Bedingungen vor. So ist die Luft im Reinraum völlig aseptisch (keimfrei) und etwa eine Million Mal reiner als die Außenluft einer Großstadt beziehungsweise hundertmal reiner als in einem Operationssaal eines Krankenhauses. Die Reinheit des Raums wird dabei kontinuierlich von Partikelmessgeräten überwacht.
Luftfilteranlagen und strenge Reinigungsregime sorgen dafür, dass das Nabelschnurblut zu keiner Zeit durch Keime kontaminiert werden kann.
Über die Materialschleuse nehmen die Mitarbeiter die in der vorangegangenen Phase vorbereitete Kassette mit dem Nabelschnurblut, den Monovetten, Rückstellröhrchen und die Unterlagen entgegen. In den weiteren Schritten werden mittels Anstechdorn die Blutproben entnommen, die für die anstehenden Untersuchungen notwendig sind. Ein weiterer Teil des Nabelschnurblutes wird in Fläschchen mit einer Nährlösung gefüllt.
Damit wird festgestellt, ob das Nabelschnurblut mit Keimen kontaminiert ist (Blutkultur, Sterilkontrolle).
Anschließend wird die Kryokonservierungslösung, deren Menge in der Materialvorbereitung bestimmt wurde, in eine Spritze aufgezogen und mittels einer Infusionspumpe sehr langsam dem Blut zugefügt.
Das präparierte Nabelschnurblut wird in einen eigens von VITA 34 entwickelten Tiefkühlbeutel überführt, der aufgrund seiner hohen Kälteresistenz gewährleistet, dass während der Einfrierung und Lagerung keine Brüche auftreten. Zudem zeichnet sich der Kryobeutel durch besonders hochwertige Materialeigenschaften und eine spezielle Oberflächenstruktur aus. An dieser bleibt weniger Flüssigkeit haften und folglich kann die Kristallisierung an der Oberfläche des Beutels reduziert werden.
Weitere Phasen der Nabelschnurblutentnahme:
Nabelschnurblut: Die Prälaborale Phase
Nabelschnurblut-Annahme: Phase I

