Im Nabelschnurblut befinden sich multipotente Stammzellen
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Stammzellensind die Vorläufer für alle im Körper befindlichen Zellen und somit auch aller Gewebe und Organe. Die ersten entstehen direkt nach der Befruchtung von Ei- und Samenzelle. Stammzellen lassen sich nach ihrer Leistungsfähigkeit in drei Arten unterscheiden: Totipotente, Pluripotente und Multipotente. Allen gemein ist, dass sie bei einer Teilung wieder Stammzellen und spezialisierte Zellen hervorbringen.
Totipotente Stammzellen: Diese Zellen können sich in jede erdenkliche Zellart differenzieren. Außerdem können sie durch Zellteilung einen neuen Organismus bilden. Sie kommen in der sehr frühen embryonalen Entwicklung --bis zum Acht-Zell-Stadium - vor.
Pluripotente Stammzellen: Diese Zellen können sich in über 200 verschiedene Zelltypen differenzieren, aber keinen vollständigen Organismus mehr bilden. Sie kommen im Blastozystenstadium der Entwicklung vor. Sie werden auch als embryonale Stammzellen bezeichnet und finden ausschließlich in der Grundlagenforschung Anwendung.
Multipotente Stammzellen: Zellen dieser Art kommen in nahezu allen Geweben des Menschen vor. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie auch adulte ("erwachsene") Stammzellen genannt. Sie können sich auf natürlichem Wege in verschiedene spezifische Zellen differenzieren und übernehmen dabei wichtige Reparatur- und Erneuerungsfunktionen. Beispielsweise erneuern die blutbildenden Stammzellen alle 3 Monate unsere roten Blutkörperchen.
Weiterführende Links: www.nabelschnurblut4you.de
Im Nabelschnurblut von Neugeborenen sowie im Knochenmark von Erwachsenen befinden sich multipotente Stammzellen in sehr hoher Konzentration. Das Einsatzgebiet für diese Stammzellen ist heute bereits vielfältig: Als klassische Stammzelltransplantation finden sie schon seit Jahrzehnten Anwendung bei der Behandlung von Krebserkrankungen. Im Rahmen der Regenerativen Medizin können sie heute bereits zum Wiederaufbau von Geweben genutzt und künftig zur Herstellung von komplexen Organen eingesetzt werden. Im Labor ist es inzwischen auch gelungen, diese Zellen auch andere Wege der Differenzierung einschlagen zu lassen.
