Gesetz zum Thema Nabelschnurblut in New Jersey
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115.000 Babys werden jedes Jahr in New Jersey geboren. Ähnlich wie in Europa wird auch hier der Großteil des Nabelschnurblutes ungenutzt weggeworfen. Gerade einmal bei fünf Prozent der Geburten wird das Blut aus der Nabelschnur entnommen und entweder für die private Nutzung eingelagert oder gespendet. Um dem entgegen zu wirken haben die Gesetzgeber in New Jersey einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der Ärzte und Krankenhäuser dazu drängt, werdende Eltern intensiver über die Vorteile einer Einlagerung zu informieren. Das Gesetz ist im November des letzten Jahres in Kraft getreten.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Wenn eine Mutter vor der Geburt ihres Kindes nicht die Entscheidung für eine Einlagerung des Nabelschnurblutes getroffen hat, wird dieses ungenutzt entsorgt. Oft liegen die Gründe hierfür schlicht in der mangelhaften Information über das Thema. Bedenkt man, dass viele Patienten, die auf eine passende Stammzellspende warten, versterben, weil es nicht genügend oder keine passende Spende gibt, ist der Schritt der Gesetzgeber in New Jersey sehr gut nachvollziehbar. Schließlich werden bereits heute bei etwa 70 Krankheiten Stammzellen aus Nabelschnurblut zu Heilungszwecken eingesetzt. Eine Studie hat zudem ergeben, dass bei einem von 150 Menschen, bei denen das Nabelschnurblut eingelagert wurde, die so gewonnenen Stammzellen eingesetzt wurden. Ein Wert, der mit den nächsten Erkenntnissen aus der Forschung noch weiter ansteigen wird. Aufgrund dessen wird in New Jersey die Einlagerung des Nabelschnurblutes auch als moralische Notwendigkeit betrachtet.
Eltern, die vor der Geburt ihres Kindes vor der Entscheidung stehen, das Nabelschnurblut einlagern zu lassen, haben dabei zwei Möglichkeiten. Entweder lassen sie das Blut zur Eigenverwendung entnehmen, so dass die Stammzellen dem Kind oder Familienangehörigen zur Verfügung stehen. Oder sie spenden es und dies kostet sie weder Geld noch stellt es ein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind dar. Unter diesem Gesichtspunkt und im Wissen, dass die Stammzellen eventuell sogar Leben retten können, wäre es fahrlässig, dieses Potenzial einfach einzuwerfen.
