Erfolgreiche Anwendung von Nabelschnurblut bei 15 Monate altem Leukämie-Patienten
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Die Stammzellen aus Nabelschnurblut für eine effektive Behandlung oder sogar für die Heilung von Krankheiten zu gewinnen, ist heutzutage eine große Chance. Diese wurde vor Kurzem erst wieder genutzt, und zwar bei einem 15 Monate alten Baby, das mit vier Monaten an Leukämie erkrankte. Die Diagnose lautete: Akute Lymphatische Leukämie (ALL). Zunächst fand man einen vermeintlich geeigneten Spender aus der Deutschen Knochenmarkspender-Datei (DKMS). Doch bei dieser Möglichkeit stellte sich nicht der gewünschte Erfolg ein. Nach zahlreichen Chemotherapien entschied sich die Familie des kleinen Jungen dafür, eine Stammzellentherapie mit Nabelschnurblut einzuleiten. Dies erwies sich als eine gute Entscheidung. Denn nachdem ein passender Spender über eine italienische Datenbank gefunden wurde, stellte sich die Stammzellentransplantation mehr als 100 Tage später als gelungen heraus. Diese 100 Tage bedeuten eine „magische Grenze“, die es zu überwinden gilt, um sicher zu sein, dass die Zellen vom Körper nicht abgestoßen werden. Heute geht es dem kleinen Patienten nach monatelangem Kampf und ständigen Qualen wieder gut, und die ganze Familie kann sich endlich wieder freuen und optimistisch in die Zukunft blicken. Bis man von einer vollständigen Heilung sprechen kann, sollten allerdings noch ein bis zwei Jahre vergehen. Schließlich ist der Körper von Baby Arthur noch sehr geschwächt, sein Immunsystem also noch nicht wieder stark genug. Jede Virusinfektion kann für Arthur somit lebensbedrohlich sein. Die Überlebenschancen des Säuglings sind deutlich niedriger als die eines Kindes. Doch mit jedem Tag, der vergangen ist und an dem es dem Baby gut geht, wird die Familie immer ein Stück optimistischer.
