Einlagerung von Nabelschnurblut – ein wichtiges Mittel der Eigenvorsorge

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Die Überalterung ist ein Phänomen, mit dem sich unsere Gesellschaft im zunehmenden Maße auseinandersetzen muss. Gerade das Gesundheitssystem in Deutschland ist davon auf besondere Weise betroffen. Dies geht aus der kürzlich veröffentlichten „Morbiditätsprognose 2050“ hervor. Der Kieler Gesundheitsökonom Prof. Dr. med. Fritz Beske vom Institut für Gesundheits-System-Forschung, der diese Untersuchung unternommen hat, kommt zu dem Schluss, dass bereits in zehn Jahren das Gesundheitssystem durch den immer größer werdenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung stark belastet werden wird. Aufgrund dessen sieht Prof. Dr. med. Fritz Beske dringenden Handlungsbedarf, um die Sicherung und Finanzierung der Versorgung gewährleisten zu können und mahnt zu einer stärkeren Eigenvorsorge. So erklärt der Gesundheitsexperte, dass sich die Menschen “darauf einstellen müssen, selbst Vorsorge zu treffen“, und weist zugleich auf andere Länder hin, in denen die Versicherten weitaus geringere Versorgungsansprüche haben. Die Einlagerung von Nabelschnurblut ist dabei eine der Möglichkeiten, mit der werdende Eltern schon heute für die Gesundheit ihres Kindes vorsorgen können.

Nabelschnurblut gewinnt insbesondere dadurch an Bedeutung, dass aus der „Morbiditätsprognose 2050“ ein deutlicher Anstieg altersbedingter Erkrankungen hervorgeht. Die Anzahl von Herzinfarkten wird bis 2050 um 109 Prozent steigen, Schlaganfall um 94 Prozent, die verschiedenen Formen von Augenerkrankungen werden sich bis 2050 zwischen 72 und 169 Prozent erhöhen und der Anstieg von Demenzfällen wird mit 155 Prozent prognostiziert. Die Gründe hierfür liegen unter anderem in den geburtenstarken Jahrgängen, die nun in Rente gehen. Zudem wird aufgrund verbesserter medizinischer Betreuung und Pflegestandards die Lebenserwartung weiter steigen.

Die altersbedingte Erkrankungen wiederum, so belegen es aktuelle Studien, lassen sich im Rahmen der regenerativen Medizin sehr gut mit den aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen behandeln. Die jungen und vitalen Stammzellen versprechen ein deutlich höheres Heilungspotential, als Stammzellen welche aus dem Knochenmark oder dem peripheren Blut entnommen wurden.

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