Diabetes

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Der Typ-1-Diabetes ist eine chronische Autoimmunkrankheit, die vor allem im Kinder- und Jugendalter auftritt und deswegen auch „jugendlicher Diabetes“ genannt wird. In Deutschland leben derzeit etwa 15.000 bis 20.000 Mädchen und Jungen unter 15 Jahren mit der Krankheit. Die Zahl der Neuerkrankungen an Typ-1-Diabetes nimmt langsam aber stetig zu, derzeit um circa drei bis fünf Prozent jährlich. Bei Diabetes Typ 1 werden die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) durch das körpereigene Immunsystem zerstört, was zu einer eingeschränkten Insulinproduktion führt. Die Patienten müssen strenge Diät halten und sich genau dosiertes Insulin selbst verabreichen, um den Mangel des Hormons auszugleichen. Die Symptome von Diabetes äußern sich in starkem Durst, Abgeschlagenheit, vermehrtem Wasserlassen, Heißhunger oder Sehstörungen. Eine Heilung der Krankheit gibt es bisher nicht. Jedoch kann sie durch konsequente und exakte Gabe von Insulin behandelt werden, was zusätzliche Folgeerkrankungen vermindert. Patienten leiden dennoch unter schweren Langzeitfolgen wie Nierenversagen, Erblindung, diabetischem Fuß sowie Erkrankungen der Nerven.

Auf dem Jahrestreffen der „American Diabetes Association“ hat Michael J. Haller von der Universität Florida 2007 (Haller J. M. Et al., „Autologous umbilical cord blood infusion for type 1 diabetes“, Exp. Hematology 2008, 36 710-715) eine Studie vorgestellt, in der sieben Kinder, die an „jugendlichem“ Diabetes Typ 1 litten, mit ihrem eigenen Nabelschnurblut behandelt wurden. Nach der Therapie mit ihrem Nabelschnurblut wiesen die kleinen Patienten bessere Blutwerte auf und benötigten weniger Insulin. Innerhalb einer Studie wird seit Ende 2008 auch in Deutschland nach einer Behandlungsmethode von jugendlichem Diabetes mit Nabelschnurblut gesucht, um die Langzeitfolgen zu minimieren. Ziel der Studie ist es, die benötigte Insulinmenge sowie den Blutzuckerwert zu senken und die weitere Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zu verhindern. Die Studie wird von der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität in München in Kooperation einer privaten Nabelschnurblutbank durchgeführt.

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