Cord Blood Europe – Aufklärung in puncto Nabelschnurblut

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Die im Nabelschnurblut enthaltenen Stammzellen finden immer stärker Eingang bei der Behandlung schwerer Krankheiten, wie Herzinfarkt, Lungen- und Hirnschäden, Krebs oder Diabetes. Im Gegensatz zu den aus dem Knochenmark gewonnenen Stammzellen, ist die Entnahme des Blutes aus der Nabelschnur deutlich einfacher. Zudem stellt dieser Vorgang keinerlei Risiko dar, weder für die Mutter noch für das neugeborene Kind. Doch trotz der einfachen Gewinnung der Stammzellen, die über Jahrzehnte durchführbare Konservierung und den sich stetig erweiternden Behandlungsmöglichkeiten, die mit den Stammzellen des Nabelschnurblutes vorgenommen werden können, ist dieses Thema in Europa längst noch nicht hinreichend im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Nur bei weniger als fünf Prozent aller Geburten in Europa wird das Nabelschnurblut entnommen.

Um die europäische Bevölkerung, aber auch die Ärzte und speziell die Gynäkologen stärker über das Thema Zellspende zu informieren, haben sich sieben private Nabelschnurblutbanken aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Polen, Portugal und den Niederlanden im Januar 2009 in Brüssel zu einem Dachverband zusammengeschlossen – der Cord Blood Europe. Einziges deutsches Mitglied ist VITA 34, dessen Gründer und CEO Dr. Eberhard Lampeter die Präsidentschaft dieses neuen Verbandes übernommen hat. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Einlagerungszahlen von Nabelschnurblut in Europa zu steigern, indem wir das Bewusstsein für die Vorteile der adulten Stammzellen stärken“, erläutert Dr. Lampeter.

Streng nach den von der Europäischen Kommission beschlossenen Richtlinien wollen die Mitglieder nun die einheitlichen Standards in puncto Qualität und Sicherheit bei der Entnahme, der Verarbeitung, der Kontrolle sowie Konservierung des Nabelschnurblutes umsetzen und Informations- und Sensibilisierungskampagnen starten. „Anders als in den USA oder Asien wird das Thema bei Eltern und Gynäkologen noch immer zu wenig beachtet“, beschreibt Dr. Lampeter die Notwendigkeit des Verbandes.

Am 4.Juni 2009 hat Cord Blood Europe nun mit seiner eigentlichen Arbeit begonnen. Zu den selbstgestellten Aufgaben gehört unter anderem auch, dass einerseits die Zusammenarbeit der privaten Nabelschnurblutbanken untereinander und anderseits mit den europäischen Gesundheitsbehörden und Ärzten verstärkt wird.

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