Adulte versus embryonale Stammzellen

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Stammzellen sind die Vorläufer von spezialisierten Zellen. Bei einer Teilung entstehen einerseits wieder Stammzellen andererseits differenzieren sie sich zu einem bestimmten Zelltyp.


Embryonale Stammzellen sind pluripotent, das heißt die Entwicklung in jede Zellart ist möglich, aber sie sind nicht fähig, durch Zellteilung einen ganzen Organismuszu bilden. Rein theoretisch sind sie unsterblich, sie können sich also unendlich teilen und haben daher ein enormes Entwicklungspotenzial. Aufgrund dieses Teilungs- und Differenzierungspotenzials sind sie besonders für die Grundlagenforschung interessant. Ihre Gewinnung ist allerdings gegenwärtig ethisch umstritten. Wie der Name andeutet, können embryonale Stammzellen nur aus Embryonen gewonnen werden. Die gängigste Methode ist hier die Gewinnung durch in-vitro Fertilisation (künstliche Befruchtung). Vier bis fünf Tage nach der Befruchtung hat sich die aus 50 bis 60 Zellen bestehende Blastozystegebildet. Aus ihrem Inneren werden die pluripotenten embryonalen Stammzellen für die Wissenschaft gewonnen. Dabei werden die Blastozyste und damit der Embryo zerstört. Ein wesentlicher Nachteil dieser Zellen besteht in der hohen Wahrscheinlichkeit, Tumore zu bilden.


Adulte („erwachsene“) Stammzellen findet man in nahezu allen Geweben beziehungsweise Organen des menschlichen Organismus und im Nabelschnurblutvon Neugeborenen. Sie sind multipotent, das heißt, sie sind in der Lage, mehrere Zelltypen eines Organismus zu bilden, sind jedoch in ihrer Differenzierungsfähigkeit beschränkt. So kann sich beispielsweise eine adulte Blut-Stammzelle zu verschiedenen Blut- und Immunzellenentwickeln. Adulte Stammzellen übernehmen wichtige Erneuerungs- und Reparaturfunktionen. Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur können unter anderem zur Regeneration des Blut- und Immunsystems herangezogen werden. Nachgewiesen wurde auch, dass sie in der Lage sind, sich zu Nerven-, Leber-, Muskel-, Blutgefäß- und anderen Zellarten zu entwickeln.


Für die klinische Anwendung sind Nabelschnurblut-Stammzellenauch deshalb besonders geeignet, weil sie im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen nicht zur Tumorbildung neigen. Sie sind einfach zu gewinnen und noch nicht in dem Maße mit Viren kontaminiert wie die adulten Stammzellen Erwachsener. Durch die Transplantationeigener (autologer) Zellen ist im Gegensatz zur Transplantation fremder (allogener) Zellen keine Abstoßungsreaktionzu erwarten. Ein Beispiel hierfür ist die Transplantation von Nabelschnurblut-Stammzellennach einer Chemo- und/oder Strahlentherapie.

Weiterführende Links: http://www.nabelschnurblut-experten.de

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